Über uns

Unsere Kleingartenanlage – Stammverein der Kleingärtner am Heuberg „Kolonie Blöckinger” befindet sich im 17. Wiener Gemeindebezirk, Kat. Gem. Dornbach EZ 387.

 

Kurze Geschichte unserer Kolonie

Ihre Entstehung verdankt unsere Kolonie eigentlich der Not der Kriegsjahre. Im Jahre 1916/17 wurde das Grundstück, im Eigentum von Herrn Anton und Frau Anna Blöckinger, Andergasse längs Pointengasse bis zur Brücke Graserhütte, für die Bewirtschaftung an Kleingärtner vergeben. Im Frühjahr 1917 waren bereits alle Parzellen vergeben. Es waren richtige “Kriegsgärten “, die vor allem Gemüse und Erdäpfel lieferten.

Die Vermessung der Parzellen wurde von Frau Anna Blöckinger und deren Sohn Anton persönlich durchgeführt.

Gemeinsame Sorgen, insbesondere die Notwendigkeit einer Wasserleitung, führten noch 1917 zur Vereinsgründung unter dem Namen: „Schrebergarten und Kleintierzüchterverein Pointengasse, Wien 17″

Ein Jahr darauf war bereits die Wasserleitung unter tatkräftiger Mithilfe mehrerer Mitglieder, trotz des damals herrschenden Mangels an Wasserrohren, fertiggestellt.

Im März 1919 wurde anstelle der Einzelpachtverträge zwischen dem Verein und dem Grundeigentümer ein Pachtvertrag für 7 Jahre abgeschlossen(16.000 m2). Im Herbst desselben Jahres konnte der junge Verein sein 1. Erntedankfest auf der Rieglerhütte feiern. Durch den dabei erzielten Reingewinn konnte der gesamte Pachtbetrag gedeckt werden.

Die Nachfrage nach Gärten auf dem schön gelegenen Obstabhang des Heuberges wurde immer größer, so daß sich der Verein um die angrenzenden Gemeindegründe bewerben mußte. Diese konnten noch im Herbst des gleichen Jahres parzelliert werden und so stieg die Anzahl der Vereinsmitglieder von 40 auf fast 300 an!

Durch verschiedene Umstände wurde es notwendig, einen Teil der Pachtgründe käuflich zu erwerben.Aus diesem Anlass mußte 1926 die „Wirtschafts- u. Siedlungsgenossenschaft der Kleingärtner am Heuberg‑reg. Gen.m.b.H., Dornbach” gegründet werden,welcher unser Verein als selbstständige Gruppe A angehörte. Der Pachtvertrag unserer Gruppe A wurde auf 6 Jahre vereinbart.

Als Folge der verschiedenen Interessen der einzelnen Gruppen wurde der Wunsch nach Selbstständigkeit unserer Gruppe A 1932 in die Tat umgesetzt und der Stammverein lebte wieder auf. Ein kleiner Verein von 43 Mitgliedern hatte eine große Organisation geschaffen und wurde wieder, was er war.

Im Juli 1934 gelang es der Vereinsleitung, den Pachtvertrag auf weitere 10 Jahre zu verlängern. Zu dieser Zeit bestand der Verein aus 41 Mitgliedern mit 39 bewohnbaren Gartenhäusern. Es wurde eine Kulturfläche von 13,397 m2 bewirtschaftet.

Am 23. Juni 1938 wurde der seit 1931 an der Spitze des Vereins stehende Obmann, Herr Kriwan zum kommissarischen Vereinsleiter ernannt und der Verein dem „Landesverbund Donauland deutscher Kleingärtner” einverleibt. In den folgenden Kriegsjahren konnten sich die Gartenbesitzer durch Anbau von Gemüse und Obst, sowie das Halten von Kleintieren den Speisezettel etwas aufbessern.

Nach Kriegsende wurde im April 1946 die Eingliederung unseres Vereins in den Reichsbund deutscher Kleingärtner wieder außer Kraft gesetzt.

April 1949 wurde zwischen Hrn. Dr. Anton Blöckinger und dem Österreichischen Zentralverband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter ein Pachvertrag auf 3 Jahre mit automatischer 1-jähriger Verlängerung abgeschlossen.

Die folgenden Jahre unter den Obmännern Fröstl, Frolik u. Müller verliefen friedlich, bis zum Ableben von Hrn. Hofrat Dr. Blöckinger im Jahr 1962. Seine Nachfolgerin Frau Valerie Blöckinger wollte den Pachtvertrag kündigen und die Gründe verkaufen, da sie angeblich Geld für die Erbschaftssteuer brauchte.

Der Rechtsvertreter des Zentralverbandes erhob gegen die Kündigung erfolgreich Einspruch. Die folgenden Jahre waren durch fortgesetzte Forderungen nach Pachterhöhung von Frau Hofrat Blöckinger gekennzeichnet. Im Jahr 1979 wurde nach langem Rechtsstreit ein neuer, angemessener Pachtzins festgesetzt.

1973 war die gesamte Anlage an das städtische Stromnetz angeschlossen und somit ein großer Schritt zur Modernisierung unserer Gärten getan.

1982, zur Amtszeit von Hrn Obmann Komarek, wurde neben anderen auch die Kolonie Blöckinger in Erholungs- und Kleingartengebiet umgewidmet. Damit war die Gefahr einer Umwidmung in Bauland endgültig gebannt.

1989 wurde unter Obmann Schönfelder die, nach über 70 Jahren erneuerte Wasserleitung in Betrieb genommen. In den frühen 90er-Jahren wurde nach einigen Geburtswehen die Kanalisation durchgeführt. Ebenso wurde 1996 der Vereinsweg erneuert und die nachträglichen Baubewilligungen für die Kleingartenhäuser durchgeführt.